Sarajevo, Part I

I

II

III

IV

Sarajevo, Sarajevo…meine Heimatstadt. Nun bin ich seit fast einer Woche hier und nichts hat sich geändert, ausser die Jahreszeit, Winter in Sarajevo. Genau vor einem Jahr war ich zur gleichen Zeit hier, nur als anderer Mensch. Was ein Jahr alles so machen kann…

Die Stadt hört nie auf mich aufs neue zu überraschen, da man immer wieder neue Facetten entdeckt die man zuvor nie kannte oder besser gesagt nie gesehen hat. Man wird von der Stadt und ihren historischen Geschehnissen verschluckt, so dass man das Gefühl hat, diese Stadt nie vollkommen in ihrer Ganzheit zu kennen. Es ist gerade das faszinierende daran, dass es so viel zu sehen und entdecken gibt, dass man sich wirklich Zeit nehmen muss um alles wahrzunehmen. Was mich noch an Sarajevo begeistert ist, dass die drei Weltreligionen mehr oder weniger miteinander in Harmonie leben und man diese Tatsache mal als Beispiel in der heutigen Welt nehmen sollte, ohne jetzt überhaupt auf das aktuelle Thema unserer Gesellschaft zurückzugreifen.

Meine ersten Tage in Sarajevo waren eigentlich ganz ruhig, ich habe mich von der erschöpften Examensperiode erholt, ausgeschlafen, gegessen und Zeit mit meiner Familie verbracht, da ich sie so lange nicht gesehen habe. Momente mit der Familie zu verbringen ist meiner Ansicht nach so bereichernd und das gibt einem die Kraft zurück um einfach weiter zu machen.

Nun zurück zu meinen Ferien in Sarajevo, nach dieser Erholungsphase, ging es für mich los und ich machte mich auf dem Weg die Altstadt zu besichtigen, wo eigentlich das Meiste los ist und wo sich die Jugend versammelt. Nun ist es so, dass gerade die Stadt unter grossem Nebel liegt und man nicht so viel sehen kann, was mich auch irgendwie traurig gemacht hat, denn ich konnte nicht so viele Fotos mit euch teilen. Menschen aus aller Welt haben sich in dieser Hauptstadt versammelt, man hört an jeder Ecke die verschiedensten Sprachen und das Knipsen der Fotoapparate. Jeder versucht diesen Moment festzuhalten, den sie nie mehr auf die gleiche Art und Weise erleben werde, schnell die Erinnerungen knipsen und sie im Herzen verschlüsseln…Man reist dann um die Welt, teilt die Fotos, man erzählt, man fühlt, man wiederholt und das Leben geht weiter.

Die sehenswerte Altstadt auch Baščaršija genannt ist natürlich sehr von der orientalischen Kultur geprägt, zahlreiche Moscheen und Kirchen fallen einem sofort auf. Da die Osmanen über 500 Jahre herrschten, haben sie zahlreiche Spuren ihrer Kultur hinterlassen. Die orientalische Einrichtung, die warmen Farben, die niedrigen Sitzplätze, das traditionelle Geschirr, springen dem Betrachter sofort ins Auge. Ein Teil der Architektur ist jedoch noch von der österreichisch-ungarischen Zeit beeinflusst, diese ornamentierten Gebäude präsentieren einen gewissen Prestige und verleihen diesen Eindruck einer gemischten Geschichte.

Der Geruch des traditionellen Essen schwebt in der Luft, man fühlt sich wohl, man fühlt sich wie zu Hause.

Romalea

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Sarajevo, Sarajevo … my hometown. Now I’m here for almost a week and nothing has changed, except the season, winter in Sarajevo. Exactly one year ago I was here, at the same time, just as a different person. What one year can do…

The city never ceases to surprise me again and again, because you always discover new facets that you had never known or seen before. One is swallowed up by the city and its historical events, and somehow you get the feeling, that you’ll never be able to know the city in its totality. It’s that which makes it so fascinating, that there is so much to see and discover, that you really have to take the time to perceive everything. What I admire even more is the fact that in Sarajevo the three greatest religions can live together in harmony and one should take this as an example in the world today without referring necessarily to the latest social news.

My first days in Sarajevo were actually pretty quiet, I have recovered from the exhausting examination period, I slept, ate and spent time with my family, because I have not seen them for so long. To spend time with the family, is in my opinion so rewarding and gives me the power to simply move on.

Now back to my vacation in Sarajevo. After this recovery period, holidays started for me and my way led me to the old town, where in fact most of the events take place and where young people come together. At this time, it appears that the city is filled with a lot of fog and can not be seen as much and clearly as always. This somehow made me sad because I could not share my photos with you. People from around the world come together in this capital city, one hears different languages ​​and the snap of cameras at every corner. Everyone tries to capture that moment that they’ll never experience the same way again, they quickly snap the memories in order to encrypt them in their hearts … We travel around the world, share photographs, tell our stories, everything is repeated and life goes on.

The lovely old town is also called Baščaršija, obviously very much influenced by oriental culture. Multiple mosques and churches stand out in the city. Since the Ottomans ruled over 500 years , they have left numerous traces of their culture. The oriental furnishings, warm colors, low seats, the traditional dishes, catch the eye of the observer. Some of the architecture is still influenced by the Austro-Hungarian period: these ornamented buildings represent a certain prestige and evoque the impression of a mixed history.

The smell of traditional food floats in the air, you feel good…you feel at home.

Romalea

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7 comments so far.

7 responses to “Sarajevo, Part I”

  1. Vesna says:

    Sehr schön geschrieben und die Fotos sind Klasse geworden. Sarajevo ist wirklich sehr schön, dort gibt es sehr viel zu entdecken..lange war ich nicht dort, habe es aber vor…
    Liebe Grüße

  2. Wunderschöne Bilder!!! Kommt gleich auf meine Reisewunschliste 😉 In der Gegend war ich nämlich noch gar nicht… Kommt man da gut mit Englisch um die Runden?

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